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Das aktuelle Zitat:

"Richtig glücklich ist ein Grüner erst, wenn er anderen etwas verbieten kann."

Wiglaf Droste

 


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(ab 2011/01/27)

Mal wieder ein Leserbrief…

Von Benedikt Krainz | 14.November 2014

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Heute hat sich “meine” Tageszeitung mal wieder dem Thema Schusswaffen zugewandt.

Wie üblich, interessiert man sich aber nicht für die illegalen Waffen und deren kriminelle Besitzer, sondern um die legal besessenen Schusswaffen von Jägern und Sportschützen.

Neben dem Artikel “Immer mehr Schusswaffen” hat die Redakteurin Marleen Hollenbach auch noch einen Kommentar verfasst und kommt darin zu dem Schluss:

Und wenn sich die Schusswaffen schon in privater Hand befinden müssen, dann sollten die Behörden diese doch ganz genau im Blick haben. Da reicht es auch nicht, wenn die Behörden aller paar Jahre vorbeischauen. Die über 12 000 Waffen im Landkreis müssen regelmäßig überprüft werden. Jäger und Sportschützen wissen am besten, wie gefährlich ihre Waffen sind. Deshalb werden sie für die Kontrollen auch Verständnis haben.

Da lasse ich mich natürlich nicht zwei Mal bitten und habe folgenden Leserbrief geschrieben:

Sehr geehrte Frau Hollenbach,

wenn Sie meinen, dass bei den Besitzern registrierter Waffen mehr
Kontrollen nötig wären, dann haben Sie sich mit der Materie nur sehr
oberflächlich beschäftigt. Leider haben Sie auch nicht die Zeit
gefunden, die Informationen, die Sie erhalten haben, auch zu
hinterfragen, anstatt Sie nur wiederzugeben.

Registrierte Schusswaffen sind deliktisch nahezu irrelevant, ihre
Besitzer gelten als in besonders hohem Maße rechtstreu und unterliegen
einer fortwährenden Kontrolle durch die zuständigen Behörden. Dennoch
sehen sich Jäger und insbesondere die Sportschützen ständigen
Anfeindungen und Diffamierungen speziell von grünen
Verbotsfetischisten ausgesetzt.

Als Begründung muss ein ums andere Mal “Winnenden” herhalten, wo vor
Jahren ein durchgeknallter Teenager, der selbst weder Jäger noch
Sportschütze war und der über keinerlei waffenrechtliche Erlaubnisse
verfügte, mit einer gestohlenen Waffe zum Massenmörder wurde.

Vorsätzliche Straftaten lassen sich durch kein Gesetz verhindern.
Genau so wenig, wie man den illegalen Drogensumpf durch ein
Verkaufsverbot von Halspastillen in Apotheken austrocknen kann, eignet
sich das Waffengesetz zur Kriminalitätsprävention.

Es käme auch niemand auf die Idee, zur Erhöhung der Verkehrssicherheit
die Autofahrer zu kontrollieren, die an der roten Ampel ordnungsgemäß
halten und gleichzeitig die Rotlichtignoranten unbehelligt weiterrasen
zu lassen.

Gegenüber dem legalen Waffenbesitzer hat man aber genau diesen in
Folge ideologisch motivierter Anlassgesetzgebung ersonnenen Irrsinn
zum Prinzip erklärt. Mit dem Resultat, dass der Staat enorme
finanzielle und personelle Ressourcen ohne jeglichen Sicherheitsgewinn
zur Gängelung ohnehin rechtstreuer Bürger verplempert, die dann zur
Bekämpfung echter Kriminalität an anderer Stelle fehlen.

Mit freundlichen Grüßen

Benedikt Krainz

Selbstverständlich habe ich mich auch als Ansprechpartner für weitere Fragen zum Themenkomplex Waffen/-recht/-besitz angeboten und zum Besuch unseres Schießstandes eingeladen. Mal gucken, ob man darauf zurückgreift.

Themen: leserbrief, Medien, Waffenrecht | 4 Kommentare »

Lux, die innenpolitische Leuchte der Berliner Grünen

Von Benedikt Krainz | 7.November 2014

Berlin, unsere Hauptstadt, ist ein gefährliches Pflaster.

In 2012 ereigneten sich dort pro hunderttausend Einwohner 14.144 Straftaten. Damit führt Berlin, gefolgt von den Stadtstaaten Bremen und Hamburg, die Kriminalitätsstatistik (PKS 2012, Seite 20) unangefochten an.

Im ersten Halbjahr 2014 ist in Berlin die Zahl der registrierten Straftaten um sage und schreibe NEUN (!!!) PROZENT gegenüber de Vorjahr angestiegen:

Im ersten Halbjahr 2014 wurden insgesamt
268.051 Fälle erfasst. Im Vergleich zum ersten Halbjahr
2013 (245.926 Fälle) stiegen die Fallzahlen somit um
22.125 Fälle (+9,0 %)

Wenn eine Stadt ein derart großes Kriminalitätsproblem hat, sollte man eigentlich meinen, dass die gewählten Volksvertreter vor Ort sich der Sache annehmen und versuchen, ihre Stadt sicherer zu machen und damit die Bürger zu schützen.

Eine Partei, der das eigene Volk meilenweit am Arsch vorbei geht und die ausschließlich die Interessen ihrer eigenen Klientel vertritt, setzt natürlich andere Schwerpunkte.

So ist es nicht verwunderlich, dass die “Grünen” rein gar nichts tun, um die Bürger der Hauptstadt vor Kriminellen zu schützen. Vielmehr lassen sie nichts unversucht, um die wenigen Hauptstadt-Schützen zu kriminalisieren. Auf der Homepage des Berliner “Grünen”-Abgeordneten Benedikt Lux klingt das dann so:

Waffenrecht verschärfen, Kontrollen ermöglichen, illegale Waffen einsammeln
29.09.2014: Die Grüne Fraktion im Abgeordnetenhaus will das Waffenrecht verschärfen und die Zahl der Kontrollen deutlich erhöhen. Dazu soll eine Gebühr erhoben werden um die nötigen Ausgaben zu decken. Munition und Waffen sollen in Zukunft getrennt gelagert werden. Außerdem streben wir eine neue Amnestie für illegale Waffen an, bei der auch eine anonyme Abgabe ermöglicht werden soll. Denn jede abgegebene Waffe ist ein Sicherheitsgewinn!

Den Beleg für den angeblichen Sicherheitsgewinn bleibt der Herr Lux selbstverständlich schuldig. Im Fokus grüner Kriminalitätsprävention stehen auch nicht Kriminelle und illegale Waffen, sondern die behördlich überprüften und ständig überwachten Sportschützen mitsamt ihrer registrierten Waffen.
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Themen: Lug und Trug, Bürgerkriminalisierung, Weltverbesserer, Waffenrecht, Parteien | 8 Kommentare »

Anscheinsfakten aus der Mottenkiste

Von Benedikt Krainz | 22.September 2014

Zwar ist mir die Lust am Bloggen in letzter Zeit etwas abhanden gekommen, aber dank des unaufhörlichen Nachschubs an einseitigen, dümmlichen oder diffamierenden bzw. einseitigen, dümmlichen und diffamierenden Zeitungsartikeln fühlt man sich dann doch wieder genötigt, ab und an in die Tasten zu hauen.

Heute ist wieder so ein Tag, den man besser nicht mit Zeitung lesen am Frühstückstisch begonnen hätte. Dabei klingt die Überschrift doch gar nicht so schlecht:

Zahl privater Waffen in Sachsen steigt” steht da in der “Sächsischen Zeitung” auf Seite 6.
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Wenn aber ein Artikel in der Sächsischen Zeitung steht, bei dem vor oder nach der Meldung die drei magischen Buchstaben “dpa” erscheinen, dann muss man mit dem Schlimmsten rechnen - und wird nicht enttäuscht.

Schon die Einleitung ist äußerst *hüstel* neutral und sachlich formuliert:

Im Freistaat gibt es immer mehr Waffennarren.

Wumm! Da weiß der geneigte Leser schon mal, wohin die Reise geht.

Der folgende Absatz scheint dann nicht so recht ins Weltbild mancher Journalisten zu passen:

Gegenüber dem Jahresanfang 2013 stieg die Zahl registrierter Schusswaffen in Sachsen bis Ende August um über 6.000. Wie das sächsische Innenministerium mitteilte, waren zu diesem Zeitpunkt 26.487 Menschen im Besitz von 137.431 Schusswaffen.

Deshalb musst man die Meldung natürlich gleich durchs Garnieren mit ein paar Anscheinsfakten aus der “Zeit”-Mottenkiste aufhübschen:

Nach einer Erhebung der Wochenzeitung Zeit vom Januar gibt es die meisten Einträge mit 186 je 1.000 Einwohner im Landkreis Lüchow-Dannenberg in Niedersachsen, die wenigsten in Berlin mit 13. Im Freistaat finden sich die meisten Waffen mit 54 je 1.000 Einwohner im Landkreis Nordsachsen, die wenigsten in Leipzig mit 14. Trotz des Anstiegs der Gesamtzahlen in Sachsen ging die Zahl der Kontrollen in den vergangenen Jahren deutlich zurück, von über 2.000 in 2011 auf nur noch gut 500 im vergangenen Jahr. Durch legal angemeldete Waffen kamen 2013 nach Recherchen der Zeit bundesweit 27 Menschen ums Leben, insgesamt waren es 54 Todesfälle durch Waffengewalt.

Mein Leserbrief ging postwendend an die SZ-Redaktion.

Sehr geehrte Damen und Herren,

zum wiederholten Male verbreitet die Sächsische Zeitung scheinbar völlig ungeprüft Hetze gegen Jäger, Sportschützen und Waffensammler, die auf „DPA“-Mist gewachsen ist.

Schon die Einleitung „im Freistaat gibt es immer mehr Waffennarren“ ist diffamierende Demagogie und kein seriöser Journalismus, den ich
von „meiner“ Zeitung mit immerhin 300 Euro Jahresabopreis verlangen darf.

Oder meint der verantwortliche Redakteur etwa, dass man ein „Narr“ sein muss, wenn man den beschwerlichen, langen und teuren legalen Weg
zum Waffenbesitz wählt, anstatt sich schnell, einfach und ohne ständige Behördenschnüffelei eine illegale Kanone zuzulegen? Sicher
nicht.

Man bedient sich bei der „Zeit“ und schreibt, dass „…bundesweit 27 Menschen durch legale Waffen ums Leben kamen bei insgesamt 54
Todesfällen durch Waffengewalt“. Dem Leser wird aber vorenthalten, dass es sich bei den 27 Fällen in erster Linie um Suizide und Jagdunfälle und eben nicht um Gewaltdelikte gegen Dritte handelt. Durch den Vergleich von Äpfeln und
Glühbirnen entsteht beim unbedarften Leser aber der Eindruck, dass legale Waffen für die Hälfte der Tötungsdelikte mit Tatmittel
„Schusswaffe“ verantwortlich zeichnen.

Legal besessene Schusswaffen sind deliktisch nahezu irrelevant, Jäger und Sportschützen treten entgegen der medialen
Sensationsberichterstattung mit ihren sorgsam gepflegten Klischees eher selten als Täter in Erscheinung.

Die Halb- und Unwahrheiten im betreffenden „Zeit“-Artikel wurde bereits kurz nach seinem Erscheinen im Januar aufgedeckt bzw.
widerlegt. Schade, dass das scheinbar kein seriöses Medium daran hindert, trotzdem weiterhin fleißig daraus zu zitieren und somit
Desinformation im Sinne der Waffenverbots- und Volksentwaffnungslobby zu betreiben.

Bitte lassen Sie in Zukunft wieder mehr Sorgfalt walten und versorgen Sie ihre Leser mit Fakten und nicht mit pseudoinvestigativen
Latrinenparolen fragwürdiger Herkunft.

Mit freundlichen Grüßen

Benedikt Krainz

Artikel zur „dpa“ von meinem Weblog:

http://meinungsterror.de/?p=587

Zum „Zeit“-Artikel:

http://meinungsterror.de/?p=579

bzw.

http://meinungsterror.de/?p=581

Mal gucken, ob er es in eine der nächsten Ausgaben schafft…

Themen: Falschbehauptungen, Volksverdummung, Lug und Trug, Medien, Waffenrecht | 2 Kommentare »

Dümmliche “Argumente” der Waffengegner: Pferde

Von Benedikt Krainz | 26.Mai 2014

Die Gegner privaten Waffenbesitzes führen als “Argument” für eine verpflichtende, zentrale Aufbewahrung zumindest von Kurzwaffen gerne an, dass Reiter ihre Pferde angeblich auch nicht mit nach Hause nehmen würden.

Bei näherer Betrachtung bleibt von diesem “Argument” nichts übrig.

1. Grundaussage

Auf dem Land ist Pferdebesitz nichts ungewöhnlich und gerade in bäuerlich geprägten Dörfern verfügen zahlreiche Anwesen auch über entsprechende Stallgebäude. Hier werden die Pferde sehr wohl mit “nach Hause” genommen.

Die Tiere stehen auch nicht den ganzen Tag im Stall, sondern verbringen viel Zeit auf meist frei zugänglichen, nur durch einen niedrigen Zaun begrenzten Koppeln. Und das auch in der Nacht. Ein tolles Vorbild für die sichere Aufbewahrung von Schusswaffen…

2. Besitzverhältnis

Reitpferde sind teuer. Es ist nicht unüblich, dass sich mehrere Pferdefreunde die Kosten für ein Tier und die Unterkunft auf einem Pferdehof teilen. Somit können viele Reiter “ihre” Pferde schon deshalb nicht mir “nach Hause” nehmen, weil es gar nicht “ihre” Pferde sind

3. Unterschied Pferd <> Kurzwaffe

Ein Pferd ist ein Säugetier, keine Mischung aus industriell bearbeiteten Stahl-, Holz- und Kunststoffteilen. Säugetiere haben die dumme Angewohnheit, regelmäßig Wasser und Nahrung zu sich nehmen zu müssen und Stoffwechselprodukte auszuscheiden. Zudem gehören Pferde nicht gerade zu den kleinsten Gattungen an Landsäugetieren. Bereits Islandpferde erreichen Stockmaße von weit über einem Meter, bei den Quarter Horse der Westernreiter sind es locker 1,60 Meter und ein Hannoveraner bringt es auch schon auf 1,85. Und da ist die Länge des Halses und der Kopf noch nicht mitgezählt.

Man kann wohl davon ausgehen, dass jeder Reiter sein Pferd mit nach Hause nehmen würde, wenn es etwas eingeölt und dann wochenlang ohne weiteren Pflegeaufwand in einen Stahlschrank von der Größe eines Schuhkartons eingeschlossen werden könnte.

Oder anders ausgedrückt: Wenn eine Kurzwaffe doppelt so groß wie ein Klavier und so schwer wie ein Kleinwagen wäre, würde auch kein Sportschütze auf die Idee kommen, sie jedesmal von zu Hause zum Schießstand und dann wieder retour zu bewegen.

Diese Aufzählung ist unvollständig, schreibt bitte weitere Gegenargumente in den Kommentarbereich, damit ich die Liste entsprechend ergänzen kann.

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Themen: Falschbehauptungen, Allgemein | 6 Kommentare »

Müll aus Marl

Von Benedikt Krainz | 22.Mai 2014

In Bielefeld hat ein mutmaßlicher Sportschütze zwei Menschen und anschließend sich selbst erschossen. Eine Beziehungstat, wie sie sich täglich in Deutschland ereignet, nur eben üblicherweise mit anderen Tatmitteln als Schusswaffen. Mit „Bielefeld“ geht für die Waffenverbieter eine lang anhaltende Flaute zu Ende. 15 Wochen und Dutzende ignorierte Tote jeden Monat hat es gedauert, bis sie wieder mal einen Fall vorweisen können, der ihnen ins Konzept passt.

Darum kommen sie jetzt wieder aus ihren Löchern gekrochen und fordern mal wieder: Schärfere Waffengesetze, Waffenverbote, keine Schießstände in Schulen.

Letztere Forderung stammt von einer „Bürgerliste WIR für Marl“. Nun muss man nicht jeden Hirnfurz von bestenfalls auf kommunaler Ebene relevanten Wählervereinigungen auf die Goldwaage legen und überbewerten. Die Verlautbarung dieser „Bürgerliste“ ist aber in mehrfacher Hinsicht bemerkenswert.

Zum mutmaßlichen Mord eines 75-Jährigen, der erst zwei Menschen und dann sich selbst mit einer Sportwaffe ermordet haben soll, meint die Bürgerliste WIR für Marl. Das schreckliche Blutbad in Bielefeld hat erneut eindringlich gezeigt, dass der private Schusswaffenbesitz in Deutschland schärfer reglementiert werden muss.

Ja klar, damit könnten die „schrecklichen Blutbäder“, von denen hierzulande 80 % gänzlich ohne Verwendung von Schusswaffen angerichtet und in den restlichen Fällen 19 von 20 Schusswaffen illegal waren, natürlich signifikant gesenkt werden. Von ungefähr 600 auf ungefähr 595. Und das auch nur, wenn sich die durchschnittlich jährlich fünf derart verhinderten Täter an die Hypothese der Legalwaffenverbieter halten und nicht einfach, wie ohnehin 99% der Täter, auf andere bzw. illegale Tatmittel ausweichen.

In Marl gibt es noch immer Schiess-stände an Schulen, das lehnt WIR für Marl ab.
Vor kurzen hat die Ratsmehrheit von SPD, CDU, FDP und bum wieder ein Schießstand am zukünftigen Baugebiet Haardschule genehmigt. In einem Städtischen Gebäude neben der Hülser Realschule befindet sich ebenfalls eine Schiessanlage. WIR meint SchülerInnen und Schülern soll nicht beigebracht werden, dass Schusswaffen zur Normalität gehören. Alle Bemühungen von WIR für Marl, Schiessanlagen In und in der Nähe öffentlicher Gebäude zu Verhindern wurden von den Schützenfreunden im Rat abgelehnt. Eine Kinder und Jugend feindliche Politik , meint WIR für Marl.

Selbstgerechtes Moralgeschwafel auf höchstem Niveau. Ob die ehrbaren Bürgerlistenbürger auch so mutig gegen Minderheiten hetzen, wenn es nicht gegen Sportschützen und deren Interessen geht, sondern beispielsweise um Veganer, Homosexuelle, Reiter oder Hundehalter?

Natürlich nicht. Denn da geht es, zumindest bei Reitern und Hundehaltern, um die eigenen Interessen.

Auf der “WIR für Marl” Kandidatenliste offenbaren einige der KandidatInnen ihre Hobbies und politischen Ziele.

Die Isabel Dechert gibt u. a. an:

“Schutz und Gleichberechtigung aller Tiere”.

Also Wahlrecht für Wale und mehr Rechte für Hechte oder so. Andere Probleme hat man in Marl wohl keine zu lösen.

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Die Dagmar Dechert listet auf:

“In meiner Freizeit beschäftige ich mich gerne mit Acrylmalerei, Skaten, Jogging, Klavierspielen, Dressurreiterei und unseren Tieren.”

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Und die Schirin Dechert setzt, natürlich vermutlich auch vollkommen uneingennützig, ihre Schwerpunkte folgendermaßen:

Tierschutz.
In zehn Ländern Europas gibt es keine Hundesteuer.

Forderung: Hundesteuer abschaffen,
Pferdesteuer verhindern.

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Schön, dass die - mutmaßlichen - Hunde- und PferdebesitzerInnen aus der Dechert-Sippe erst mal an den eigenen Geldbeutel denken und entsprechend den Wegfall bzw. die Nichteinführung entsprechender Steuern fordern. Das ist ja auch grundsätzlich eine gesunde Einstellung und unterstützenswert.

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Aber gleichzeitig Waffenverbote zu fordern, die für hunderttausende unbescholtene und rechtstreue Waffenbesitzer de facto eine kalte Enteignung bedeuten - damit haben die feinen Damen und Herren WIR(r)-Köpfe überhaupt kein Problem!

Beim “Verfasser” des eingangs erwähnten Artikels, ein gewisser Siegfried Schönfeld, weiß man nach kurzem Googlen, woher der Wind weht:

1,4 Millionen Menschen in Deutschland besitzen Schusswaffen - insgesamt circa sechs Millionen Stück. Im einwohnerstärkeren Land Japan verfügen nur 140000 Personen über eine Schusswaffe. Das führt dazu, dass es in Deutschland deutlich höhere Mordzahlen zu verzeichnen gibt, als in Japan. Internationale Studien belegen den Zusammenhang von hohen Mordraten und hoher Schusswaffendichte.

Diese Passage, inklusive der Überschrift der angeblichen “WIR”-Pressemitteilung, hat der werte Herr Schönfeld wortwörtlich von der Homepage der “Grünen” Bundestagsfraktion kopiert.

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Immerhin scheinen die “Grünen” lernfähig zu sein und man hat wohl festgestellt, dass England doch nicht soooo gut als leuchtendes Vorbild einer entwaffneten Gesellschaft taugt. Darum muss jetzt Japan herhalten.

Für die “Grünen” im Bundestag und in Marl ist klar, dass nur die wenigen legalen Schusswaffen in Japan für die niedrigere Mordrate verantwortlich zeichnen. Andere Gründe, wie der extrem niedrige Anteil schlecht integrierter Einwohner mit Migrationshintergrund, das Fehlen von Landgrenzen und der damit verbundene Transitverkehr inklusive Menschen- und Waffenschmuggel, hat damit natürlich bestimmt nichts zu tun. Und die exorbitant hohe Selbstmordrate in Japan, sonst für “Grüne” immer direkt auf die Verfügbarkeit von Schusswaffen zurückzuführen, lässt man großzügig unter den Tisch fallen.

Man könnte auch eine andere Insel auswählen, die mit “Ja” anfängt und auf der ein sehr strenges Waffenrecht gilt. Aber Jamaica hat bei lächerlichen 65.000 registrierten Schusswaffen eine um den Faktor 7 bis 11 höhere Mordrate pro 100.000 Einwohner als die USA und passt damit natürlich nicht ins Weltbild der realitätsverweigernden Waffenverbieter.

Egal, ob sie sich “Grüne” nennen oder als “WIR für Marl” tarnen.

Nachtrag 24.05.2014:
Siehe da, der Herr Schönfeld war lange Zeit ein Grüner. Danke an Gunboard-User Ausbilder Schmidt für den Hinweis…

Siegfried Schönfeld gibt auf

Da wäre jetzt nur noch zu klären, ob er tatsächlich für “WIR” gesprochen hat oder ob er nur seinen grünen Verbots- und Bürgerentmündigungsreflexen gefolgt ist.

Themen: Volksverdummung, Weltverbesserer, Waffenrecht, Parteien, Allgemein | 6 Kommentare »

Kopf - Tisch - Aua! Kopf - Tisch - Aua!

Von Benedikt Krainz | 29.April 2014

Seit heute weiß ich endlich, dass ich kein “echter Sportler” bin. Ich kann zwar einige Platzierungen und Landesmeistertitel mit großkalibrigen Kurzwaffen im BDMP Landesverband Sachsen vorweisen, aber die habe ich dann wohl als “falscher Sportler” eingeheimst.

Das Ausschlusskriterium, welches mich und hunderttausende andere Sportschützen in Deutschland zu keinem “echten Sportlern” erklärt, stammt von einem Peter Frohberg, seines Zeichens Druckluftwaffen(?)-Trainer bei der “Privilegierten Scheiben-Schützen-Gesellschaft zu Dresden“, kurz “PSSG”. Der vertritt nämlich in einem halbseitigen Artikel in der aktuellen Wochenendausgabe (26./27.04.2014) der “Sächsischen Zeitung” höchst eigenartige Ansichten:

Das Sächsische Innenministerium zählte im Februar 135.571 erlaubnispflichtige Schusswaffen in Privatbesitz. Für Trainer Frohberg kommt diese Zahl jedoch nicht durch Sportschützen zustande:

Ach nee? Durch wen denn dann? In Sachsen sind, wie zitiert, ca. 135.000 registrierte Waffen in privatem Besitz, ein großer Teil davon dürfte auf Waffenbesitzkarten von den derzeit 13.500 Sportschützen eingetragen sein. Der Landesjagdverband Sachsen hat ca. 6.500 Mitglieder. Wer soll die Waffen denn sonst besitzen? Etwa die paar Waffensammler oder gar Altbesitzer?

Das “Beste” kommt aber noch: (Das erklärt vielleicht die für diesen Blogeintrag gewählte Überschrift…)

Ein echter Sportler nimmt seine Waffe niemals mit nach Hause, sondern schließt sie im Verein ein, wo er sie auch braucht“, erklärt er. „Ein Formel-1-Fahrer nimmt sein Auto ja auch nicht mit nach Hause.

Abgesehen davon, dass ein Formel-1-Bolide im Gegensatz zu einer Kurzwaffe nicht in ein Behältnis von der Größe eines Schuhkartons passt: Formel-1-Cracks wie Vettel oder Alonso besitzen privat Dutzende stark motorisierte Supersportwagen mit Straßenzulassung und fahren mit diesen natürlich auch zum Spaß durch die Gegend, während ihre Dienstfahrzeuge von einer Rennstrecke zur nächsten transportiert und für das kommende Rennen vorbereitet werden.

Auch die wenigsten Kunstflugpiloten dürften über einen eigenen Hangar zu Hause verfügen, genau so, wie viele Wassersportler ihr Motorboot irgendwo einmieten, weil ihre Dreizimmerwohnung im vierten Stock in Innenstadtlage nun mal keinen direkten Zugang zu einem offenen Gewässer hat.

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Ansonsten dürfte es aber ziemlich normal sein, dass die meisten Individualsportler ihre eigenen, mitunter ziemlich teuren Sportgeräte, soweit diese in eine Tasche passen, auch ganz selbstverständlich mit nach Hause nehmen. Weil man sein Ausrüstung warten und pflegen muss, weil man an wechselnden Orten trainiert oder an auswärtigen Wettkämpfen teilnimmt oder Trockentraining betreibt. Oder schlichtweg, weil man verhindern möchte, dass sich Dritte am eigenen Eigentum vergreifen - und sei es nur, um es zu befummeln.

Leider erfährt man nicht, warum denn nach Ansicht des Herrn Frohberg angeblich ein “echter” Sportler seine Waffe “niemals” mit nach Hause nimmt. Vom Deutschen Schützenbund oder Sächsischen Schützenbund sind, zumindest mir, entsprechende Aussagen oder Forderungen gänzlich unbekannt und würden auch den Verbandsaussagen gegen eine zentrale Waffenaufbewahrung widersprechen.
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Themen: Nützliche Idioten | 16 Kommentare »

So hetzen die “Grünen” gegen Schützen!

Von Benedikt Krainz | 18.März 2014

Wie die “Grünen” im bayerischen Wahlkampf gegen Sportschützen Stimmung machen, wurde im aktuellen Waffenrechtsnewsletter des DSB publiziert.

Das können wir auch…

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Themen: Volksverdummung, Weltverbesserer, Parteien | 5 Kommentare »

Keine Sportwaffen als Mordwaffen!

Von Benedikt Krainz | 4.März 2014

Letzte Aktualisierung: 01.04.2014 (57 Opfer im Zeitraum Februar und März 2014!)

Nachtrag Vorbemerkung 31.03.2014:
Tötungsdelikte mit Schusswaffenbeteiligung, bei denen sich die Herkunft der Tatwaffe nicht eindeutig klären lässt gab es in Darmstadt (ein Toter) und Havighorst (ein Toter). Das Tatmittel “Jagdwaffe” wird bei Tötungsdelikten auf Föhr (eine Tote) angegeben, außerdem gibt es im Fall von Aue (eine Tote) vage Andeutungen Richtung “Jäger”. Die Anzahl der Opfer beinhaltet keine Täter, die nach der Tat Suizid begangen haben.

Wenn man sich die halbe Nacht um die Ohren schlägt, “google news” nach aktuellen Tötungsdelikten durchforstet und die jeweiligen Tatumstände näher beleuchtet, kommt man irgendwann zur Erkenntnis:

Keine Sportwaffen als Mordwaffen.

Dafür aber jede Menge Messer als Mordwaffen.

Hier die Ausbeute, ohne Gewähr auf Vollständigkeit:

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März 2014 Rostock eine Tote
März 2014 Kleve ein Toter
März 2014 Themar ein Toter
März 2014 Meerbusch eine Tote
März 2014 Tornesch eine Tote
März 2014 Springe eine Tote
März 2014 Albstadt zwei Tote
März 2014 Walldürn ein Toter
März 2014 Marburg eine Tote
März 2014 Neu Wulmstorf eine Tote
März 2014 Dortmund eine Tote
März 2014 Neukölln ein Toter
März 2014 Ahaus eine Tote
März 2014 Möhnesee-Körbecke eine Tote
März 2014 München-Großhadern eine Tote
März 2014 Bergedorf ein Toter
März 2014 Minden ein Toter
März 2014 Wahlstedt ein Toter
März 2014 Oberstenfeld ein Toter
März 2014 Wolfsburg-Mörse eine Tote
März 2014 Heiligenhaus eine Tote
März 2014 Krefeld ein Opfer
März 2014 Ludwigshafen eine Tote
März 2014 Harburg eine Tote
März 2014 Dittelbrunn eine Tote
März 2014 Kelheim eine Tote
März 2014 Papenburg ein Toter
Februar 2014 Ockholm eine Tote
Februar 2014 Ostfildern ein Toter
Februar 2014 Düsseldorf/Erkrath drei Tote
Februar 2014 Mosbach-Neckarelz zwei Tote
Februar 204 Unterhaching eine Tote
Februar 2014 Aspach ein Toter
Februar 2014 Hildesheim ein Toter
Februar 2014 Schonach eine Tote
Februar 2014 Steglitz ein Toter
Februar 2014 St. Tönis eine Tote
Februar 2014 Kesternich eine Tote
Februar 2014 Neukölln ein Toter
Februar 2014 Reindahlen eine Tote
Februar 2014 Eppendorf ein Toter
Februar 2014 Niederwürschnitz eine Tote
Februar 2014 Schnaittenbach eine Tote
Februar 2014 Breidenbach eine Tote
Februar 2014 Exter eine Tote
Februar 2014 Radebeul eine Tote
Februar 2014 Udenheim eine Tote
Februar 2014 Speyer eine Tote
Februar 2014 Möckenlohe eine Tote
Februar 2014 Essen eine Tote
Februar 2014 Wetter eine Tote
Februar 2014 Gnadental eine Tote
Februar 2014 Duisburg eine Tote

Den Januar wollte ich mir nicht auch noch antun, sonst wäre die Liste vermutlich mindestens doppelt so lang geworden.

Kein Wunder, dass man sich bei der anderen Feldpostnummer nur auf Delikte mit Tatmittel “Sportwaffe” bzw. Täter “Sportschütze” (Dezember - Februar: 1 Opfer) beschränkt.

Würde man alle Opfer gleich wichten und alle zählen, wäre bei dem gewählten Maßstab der “Opferkarte” nach drei Monaten bereits die halbe Republik unter schwarzen Kreuzen verschwunden. So aber hat man noch reichlich Platz für mindestens die nächsten hundert Jahre. Außerdem kann man den “Keine Mordwaffen als Sportwaffen”-Slogan behalten. Der hat zwar nichts mit der Realität zu tun, dafür aber um so mehr mit Dichtkunst: Er reimt sich.

Übrigens, die “dpa” hat in einem Artikel zum Pistorius-Prozess in Südafrika ausnahmsweise mal Fakten aus Deutschland genannt.

Jährlich kommen etwa 15 000 Menschen in Südafrika durch Gewalt ums Leben – bei 51 Millionen Einwohnern. In Deutschland sind es 2100 Menschen bei 82 Millionen Einwohnern.

Also knapp 180 jeden Monat, von denen es vielleicht zwei Dutzend in die Medien schaffen.

Und ungefähr 2.095 von diesen 2.100 Tragödien interessieren Grüne, Grafe & Consorten nicht die Bohne.

Sie wissen ja, keine Sportwaffen als Mordwaffen…

Themen: Allgemein | 33 Kommentare »

Im Zweifel gegen die nicht Angeklagte?

Von Benedikt Krainz | 7.Februar 2014

Der Mob hat ein neues Opfer.

Alice Schwarzer hat zwar nichts illegales getan, aber das scheint kaum jemand zu interessieren.

Genüsslich breitet man Hohn und Spott über sie aus, kein Kommentar ist zu dumm, kein Spruch zu billig. Dem deutschen Michel hat man wieder mal ein Stöckchen hingehalten, über das mit größter Freude gesprungen wird. Wie bei Christian Wulff, wie bei Franz-Peter Tebartz van Elst. Es scheint ja auch keine wichtigeren Probleme hierzulande zu geben, über die man sich tagelang auslassen müsste. Und von denen nun abgelenkt wird.

Ich kann diese Häme und Schadenfreude nicht nachvollziehen.

Wenn Alice Schwarzer mit ihrer Arbeit auf ehrliche Weise so viel Geld verdient hat, dann verdient das Respekt.
Wenn sie ihr Geld in der Schweiz sicherer wähnte, dann ist das nicht von der Hand zu weisen.
Wenn sie im Rahmen des geltenden Rechtes über eine Selbstanzeige aus der Sache herausgekommen ist, dann kann man ihr das nicht vorwerfen.

Man muss nicht die Positionen von Frau Schwarzer teilen, man darf sie auch kritisch sehen.

Diese gegenwärtige Hexenjagd, angefeuert von Leuten und Medien, die am allerwenigsten das Maul aufreißen sollten, finde ich aber unter aller Sau.

Speziell wenn grünes Spitzenpersonal in der Reihe der KritikerInnen ganz vorne steht, sollte man skeptisch werden und sich fragen, warum das wohl so ist.

Sonst schreien “wir Waffenlobbyisten” immer danach, gefälligst die Fakten zu beachten und fordern sachlichen Diskussionen, beklagen uns über unfaire Medienhetze und verlogene Politiker.

Aber sobald es ein anderes Thema ist, gilt das plötzlich alles nicht mehr? Dann macht man dieses Spiel mit?

Wer meint, in den sattsam bekannten Chor aus selbstgerechten Moralaposteln und wasserpredigenen Weinsaufern einstimmen zu müssen, der soll das eben machen.

Mein Ding ist das nicht.

Themen: Volksverdummung, Lug und Trug, Medien | 3 Kommentare »

dpa, mit “p” wie “Gehirnwäsche”

Von Benedikt Krainz | 28.Januar 2014

dpa-Meldung aus der “Sächsischen Zeitung” v. 28.01.2014

Wenn in den Nachrichten eine Meldung mit Schusswaffenbezug aufaucht, gibt es meistens zwei Möglichkeiten: Entweder sie ist neutral und sachlich gehalten, oder sie kommt von der dpa.

Da die “Deutsche Presse Agentur” in der hiesigen Medienwelt den Platzhirschstatus inne hat, trifft “neutral und sachlich” deshalb recht selten zu. Zumindest auf überregionaler Ebene.

Das jüngste Beispiel des Versuchs, Nachricht mit Meinungsmache zu verknüpfen, liefert eine dpa-Meldung zu einem Raubüberfall in Asien, den diverse Zeitungen übernommen haben. Einen Scan “meiner” Tageszeitung findet man über dem Text, wer den vollständigen Artikel lesen will, kann das online z. B. hier tun. Die Gehirnwäsche-Passage ist folgende:

In Japan gibt es viel weniger Straftaten als in anderen Industrieländern. Dafür sorgen unter anderem äußerst strenge Waffengesetze. Der Besitz von Schusswaffen ist dort verboten.

Aha, “unter anderem”. Man hätte also auch andere Begründungen liefern können, warum es in Japan vielleicht weniger Straftaten als in anderen Industrieländern gibt. Etwa die geografische Lage als Inselstaat mitten im Meer, ohne Landgrenzen zu Drittstaaten und somit ohne Transitverkehr und importierter Kriminalität. Oder die hohe ethnische und religiöse Homogenität der japanischen Gesellschaft. Vielleicht sogar die Tatsache, dass in Japan nach wie vor die Todesstrafe existiert und dies fast vier Fünftel der Japaner gut heißen.

Das erscheint aber seitens der dpa nicht erwähnenswert zu sein. Genau so wenig wie die Tatsache, dass Japan weltweit mit an der Spitze liegt, wenn es um Suizidraten geht. Passt aber nun mal nicht ins Bild, da uns sonst immer erzählt wird, dass viele Schusswaffen zu vielen Selbstmorden führten.

Den Umstand, dass auch im vergleichsweise hochgerüsteten Deutschland 99,8 % der Straftaten ohne Schusswaffenbeteiligung stattfinden und der Anteil von legal besessenen Schusswaffen bei letzteren gerade mal 5% ausmacht, verschweigt man den Lesern auch lieber.

Stellt sich dann die Frage, warum man plötzlich Japan als leuchtendes Beispiel einer entwaffneten Gesellschaft idealisiert darstellt. Sollte sich etwa langsam herumgesprochen haben, dass im Vereinigten Königreich, lange Zeit das gelobte Musterland der Waffenverbieter, doch nicht alles Gold ist, was glänzt? Braucht man ein neues Vorzeigeland, nachdem in Britannien die Sinnhaftigkeit der strikten Waffengesetze immer öfter in Frage gestellt und Liberalisierungen gefordert werden?

Da kommt dann so ein japanischer Eier-Krimi gerade recht, um dem Nachrichtenkonsumenten die Richtung zu weisen und die Gehirnwäsche voran zu treiben.

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Themen: Volksverdummung, Lug und Trug, Weltverbesserer, Medien, Waffenrecht | 6 Kommentare »

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