Der Grafe von Monte Heuchlo
Von Benedikt Krainz | 27.Januar 2012
Sowas, aber auch! Haben es die Winnendener doch tatsächlich gewagt, den Kreativstatistiker Roman Grafe nicht nur nicht die erste, sondern gar keine Geige bei der Entscheidung über Inhalt und Standort einer Gedenktafel an das Schulmassaker spielen zu lassen.
Vielleicht liegt das an seinem mittlerweile krankhaft erscheinender Hass auf die Sportschützen und Sätze wie dieser, in denen sein offenbar gestörtes Verhältnis zur Realität zum Vorschein kommt:
Wir verstehen nicht, was unzumutbar daran sein soll, namentlich an jene zu erinnern, die vor drei Jahren noch in diese Schule gingen bzw. gehen mußten. Unzumutbar finden wir anderes: Daß Schüler und Lehrer (auch in Winnenden) bis heute Angst haben müssen, daß wieder ein solches Schulmassaker mit legalen privaten Waffen geschieht.
Nun, vielleicht ist die restliche Bevölkerung nicht mit einer derartigen Mischung aus eingebauten Scheuklappen und selektiver Wahrnehmung “gesegnet” wie der Herr G. und nimmt einfach zur Kenntnis, dass in Deutschland jeden Tag Menschen ermordet werden und die Tatmittel eben in fast allen Fällen keine “Sportmordwaffen” sind und die Täter schon gar keine Sportschützen.
Wer halbwegs normal denkt, der kommt irgendwann vielleicht von selbst auf die Idee zu hinterfragen, warum man ausgerechnet dem Busfahrer, KFZ-Mechaniker, Elektriker, Arzt oder Klempner von nebenan nicht zutrauen sollte, verantwortungsvoll mit einer legal besessenen Schusswaffe umzugehen. Wir vertrauen anderen Menschen, oft völlig Unbekannten, fast täglich, wenn auch meistens indirekt, unsere Gesundheit und unser Leben an.
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Drogen legalisieren!?
Von Benedikt Krainz | 25.Januar 2012
Nein, Sie sind nicht im falschen Blog gelandet. Hier geht es nach wie vor um Waffenbesitz.
Die Linkspartei fordert das mit der Legalisierung von Drogen, nachzulesen z. B. auf welt-online.de.
Die Forderung nach legalem Cannabis-Konsum begründet der Linke Tempel damit, dass “der Konsum von Drogen eine gesellschaftliche Alltagserscheinung” sei - ob nun legal wie Alkohol oder Tabak oder illegal wie eben Cannabis. Es sei aber falsch, Cannabis auf eine Ebene mit harten Drogen wie Heroin zu stellen, dies werde “seinem Gefährdungspotenzial nicht gerecht”. Konkret möchte Tempel erreichen, dass der Besitz von 30 Gramm erlaubt wird. Und: Er will “Cannabis-Clubs” ins Leben rufen, um “den Eigenanbau delegieren” zu können. Nur namentlich bekannte, volljährige Mitglieder sollen Zutritt bekommen, und der Vereinsvorstand müsse “erforderliche Sachkunde” haben. Wer mag, könne sich im Club noch über den richtigen Anbau von Cannabis und den “verantwortungsvollen Einsatz von Düngemitteln” beraten lassen, heißt es in der Begründung des Antrags.
In Deutschland ist es also ohne weiteres möglich, sachlich über dieses Thema zu diskutieren und auch den Bundestag bzw. den entsprechenden Ausschuss damit zu beschäftigen. Immerhin gab es laut wikipedia in 2009 auch “nur” 1.331 Tote, die auf den Gebrauch (bzw. Missbrauch) von illegalen Drogen zurückzuführen sind. Peanuts im Vergleich zu den Opferzahlen, die jedes Jahr der übermäßige “Genuss” von völlig legalen Drogen wie Alkohol oder Tabak fordert. Auch hier sorgt ein Blick in die Wikipedia für Aufklärung:
Häufigere Todesursache sind statistisch nicht die illegalen, sondern die legalen Drogen. Situation im Jahr 2003 in Deutschland: Drogentote durch illegale Drogen 1477, im gleichen Zeitraum 40.000 Todesfälle als Folge von Alkoholabhängigkeit (Tod infolge akuter Alkoholintoxination oder Organschädigung durch regelmäßigen Alkoholkonsum) und 110.000 als Folge des Tabakrauchens[1] (weltweit 5,4 Millionen pro Jahr). Die häufigste alkoholbedingte Todesursache ist die alkoholische Leberzirrhose. Vom Tod durch Alkoholmissbrauch sind Männer dreimal häufiger betroffen als Frauen.
Zwischenfazit: Legale Drogen sind in Deutschland ein Massenvernichtungsmittel, illegale Drogen fordern über 1.300 Opfer jährlich. Legale Drogen sind gesellschaftlich akzeptiert, über die Legalisierung illegaler Drogen darf man debattieren.
Jetzt gucken wir in die Zeitung bzw. ins Internet und müssen lesen, dass die Polizei in Viernheim ein “riesiges” illegales Waffenlager ausgehoben hat:
In der Wohnung eines Sportschützen im südhessischen Viernheim haben Zollfahnder ein riesiges Waffenlager ausgehoben. Die Ermittler stellten zwei Maschinengewehre, neun Sturmgewehre, zwei Maschinenpistolen, neun Kurzwaffen und mehr als 62.500 Schuss Munition sicher. Auch 22 Nebel- und Farbgranaten, drei Übungs-Handgranaten und 10 Handgranatenzünder nahmen sie aus der Wohnung eines 46-Jährigen mit. Das teilten die Zollfahndung Frankfurt und die Staatsanwaltschaft Darmstadt gemeinsam mit.
Der Mann lebt zusammen mit seiner Frau und einem minderjährigen Sohn in der Wohnung in einem Mehrfamilienhaus und bewahrte einen großen Teil der Munition unter seinem Bett auf. Die schussfähigen Waffen seien vorschriftsmäßig in Waffenschränken und Tresoren untergebracht gewesen, das Maschinengewehr lag zerlegt in einem Schlafzimmerschrank. Der Mann hat zwar eine Waffenbesitzkarte, durfte aber danach nur drei Pistolen, eine Langwaffe und zwei Wechselsysteme sowie die dazugehörige Patronenmunition haben.
Keine Frage, der Mann hat gegen das Waffengesetz verstoßen und muss nun die Konsequenzen tragen.
Allerdings sollte die Frage erlaubt sein, warum zwar die Legalisierung von Drogen diskutiert werden darf, aber kein Politiker die strikten Verbote bzgl. des Besitzes von vollautomatischen Kriegswaffen zu hinterfragen wagt.
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Grüner Anspruch und grüne Wirklichkeit
Von Benedikt Krainz | 23.Januar 2012
Manche Dinge sind wirklich putzig. Zum Beispiel, wie sich die kleinkarierten Ökospießer scheinbar selbst sehen.
Ein Bild sagt ja bekanntlich mehr, als tausend Worte. Das stimmt und spart mir jede weitere Tipparbeit:

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Großgrünquisator Wieland und die Halbautomaten des Teufels
Von Benedikt Krainz | 20.Januar 2012

Am 19. Januar 2012 debattierte der Bundestag. Auch ein von den “Grünen” vorgelegter Gesetzentwurf stand auf der Tagesordnung, wurde allerdings nicht direkt im Plenum behandelt, sondern gleich in die Ausschüsse verwiesen.
Interessant sind die zu Protokoll gegebenen Reden, die man im entsprechenden Plenarprotokoll unter Punkt 4 der Anlage nachlesen kann.
Die Rede von Wolfgang Wieland (Bündnis 90/Die Grünen) erlaube ich mir nachfolgend zu kommentieren:
Dass man über Schusswaffen unterschiedlicher Meinung sein kann, ist bekannt. Wir haben in diesem Hause auch schon häufig darüber debattiert und gestritten. Worüber man aber nicht unterschiedlicher Meinung sein sollte, sind Mordgeräte.
Toller Einstieg. Was, bitteschön, ist ein “Mordgerät”, über das man nach seiner Ansicht keine unterschiedliche Meinung haben darf?
Ein Mordgerät ist ein Gerät, das zum Morden verwendet wird. Typische Mordgeräte sind in Deutschland üblicherweise stinknormaler Hausrat, angefangen vom Küchenmesser übers Hackebeil bis zum Kopfkissen. Selten werden Schusswaffen eingesetzt und wenn, dann meistens Kurzwaffen. Wann bzw. ob überhaupt in den letzten Jahren eine legal besessene, halbautomatische Büchse für ein Tötungsdelikt missbraucht wurde, wollte oder konnte der Herr Wieland nicht belegen. Aber verbieten will man die Dinger.
Und zu denen gehören die Waffen, die wir mit unserem Gesetzentwurf verbieten wollen. Wir reden hier von Waffen, die optisch und in der Handhabung verbotenen, vollautomatischen Kriegswaffen zum Verwechseln ähnlich sind. Sie sind bis heute legal, weil sie eben nicht vollautomatisch nachladen und deswegen nur Einzelschüsse abgeben können, aber keine Salven.
Weniger ideologisch verblendete Zeitgenossen kämen vielleicht auf die Idee zu prüfen, ob es überhaupt eine stichhaltigen Grund gibt, warum man zuverlässigen, rechtstreuen Bürgern den Besitz von vollautomatischen Schusswaffen verbieten muss. Ein Blick in die Schweiz würde genügen um zu sehen, dass es in einem zivilisierten Rechtsstaat mit mündigen, verantwortungsbewussten Bürgern und einer Regierung auf Augenhöhe überhaupt keinen Grund gibt, der rechtstreuen Bevölkerung automatische Waffen vorzuenthalten.
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Skandal: Waffensammler sammeln Waffen!
Von Benedikt Krainz | 19.Januar 2012
Ungeheuerliches weiß die Stuttgarter Zeitung zu berichten.
Doch mancher Waffennarr kann nicht genug kriegen: Neun Sammler besitzen jeweils 50 bis 120 Waffen.
Ein Skandal sondersgleichen. Kann sich so ein Sammler nicht mit ein oder zwei Stücken zufrieden geben? Muss man als Sammler wirklich sammeln?
Neulich hat in so einem Kleinanzeigenblatt jemand seine Werbetrucksammlung zum Verkauf feil geboten. 600 Stück. Was muss das für ein Mensch sein, wenn man schon mit 50 gesammelten Waffen als “Narr” gilt. Ein gemeingefährlicher Trucksammeltick-Psychopath?
Nicht skandalös, eher als ungewollt selbstironisch muss die Überschrift bezeichnet werden, die die Stuttgarter Redakteure über ihren Artikel setzten:

Okay, dazu würden mir jetzt manche journalistische “Meisterleistung” im Zusammenhang mit unseren Waffengesetzen oder dem Schützenwesen einfallen, aber lassen wir das lieber.
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Neues von den Bremer Stadtmurksikanten
Von Benedikt Krainz | 17.Januar 2012
Nahezu täglich ereignen sich, ganz besonders in Bremen, wilde Schießereien zwischen Sportschützen und der Polizei. Nahezu täglich laufen, ganz besonders in Bremen, durchgedrehte Sportschützen Amok und hinterlassen Dutzende Tote. Nahezu täglich ereignen sich, ganz besonders in Bremen, auf Schießständen Unfälle und es gibt Schwerverletzte und Tote.
Okay, das ist mit den Schießereien stimmt nicht, das mit den Amokläufen auch nicht. Dafür ist das mit den Unfällen aber auch nicht wahr.
Es gibt in Deutschland aber scheinbar doch einen Ort, wo dieses Szenario Realität ist. Und zwar in der Fantasie einiger Bremer SPD-Funktionäre.
Der Weser-Kurier berichtet in seiner Online-Ausgabe über das Ansinnen der Sozial”demokraten”:
Sie fordert auch, dass der Besitz von Großkaliber-Waffen generell verboten wird, dass Waffen und Munition künftig nicht mehr in einer Wohnung gelagert werden dürfen und dass ein zentrales elektronisches Waffenregister eingeführt wird. Im Antragspapier wird kritisiert, dass der Zugang zu Waffen zu einfach sei. Und: “Sportschützen müssen ihren Sport nicht mit scharfer, Menschenleben bedrohender Munition ausüben.”
Wenn es der Bremer SPD wirklich darum gehen würde, Menschen vor gefährlichen Schusswaffen zu schützen, dann könnte sie das auch. Dann müsste man sich aber in erster Linie mit echten Kriminellen anlegen, Miri und Co. entwaffnen, vor Gericht bringen, verurteilen und wegsperren oder abschieben.
Aber da könnte man ja in den eigenen Gutmenschkreisen als böser Rassist dastehen. Deshalb lässt man von echten Verbrechern die Finger und kriminalisiert lieber Sportschützen. Die lassen sich nun mal mehr gefallen und durch ihre überdurchschnittliche Rechtstreue braucht man auch nicht zu befürchten, dass einem einer von diesen “Waffennarren” ans Leder geht.
Vielleicht ist das alles auch nur ein genialer Marketingschachzug eines Herstellers von biometrischen Waffenblockiersystemen, der bisher offenbar mehr Millionen in den Sand gesetzt, als Geräte verkauft hat.
Die SPD schlägt an erster Stelle vor, dass Waffen zwingend mit einem digitalen Sicherungssystem ausgestattet werden. Dies mache es Unbefugten praktisch unmöglich, einen Schuss abzugeben.
Wenn man einen nützlichen Idioten aus der Politik findet, der die legalen Waffenbesitzer mit einem drohenden Verbotsszenario nur genug einschüchtert, dann finden die am Ende vielleicht noch Gefallen am vermeintlich kleineren Übel “Laufdildo”.
Das könnte man am Ende noch den Sportschützen generös als “Zugeständnis” verkaufen und gleichzeitig in der Öffentlichkeit Krokodilstränen darüber vergießen, weil man auf Grund des Drucks der ach so bösen Waffenlobby kein Totalverbot erreichen, aber wenigstens sündhaft teure Sperrsysteme vorschreiben konnte.
Die Verarsche geht also weiter.
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Auto-Suggestion
Von Benedikt Krainz | 15.Januar 2012
Grünen MdB und “Rechtsexperte” Jerzy Montag hat nach dem Mord im Dachauer Gericht, bei dem ein Staatsanwalt durch Schüsse aus einer ILLEGALEN Waffe ums Leben kam, reflexartig nach schärferen Waffengesetzen gerufen.
Also unterm Strich ist aus grüner Sicht die Konsequenz eines Verbrechens, dass sich die ohnehin rechtstreuen Bürger an noch mehr Gesetze und Vorschriften halten bzw. Rechte preisgeben sollen, weil es Verbrecher gibt, die sich schon an die bestehenden Gesetze nicht halten. Alles klar?
Von einem Bürger darauf schriftlich angesprochen, kam auch recht schnell eine Antwort.
Ja, es handelte sich in diesem Fall um eine illegale Waffe. Dass im Zusammenhang mit solch schrecklichen Gewalttaten immer wieder verwendete Argument, von legalen Waffenbesitzern gehe statistisch keine relevante Gefahr aus, ist allerdings nicht neu. Sie wissen, dass schon die Abgrenzung von legalen und illegalen Waffen nicht immer ganz leicht ist. Viele Waffen im illegalen Handel sind – bei legalen Besitzern – gestohlen oder auf andere Weise abhanden gekommen. Die Gefährlichkeit illegaler Waffen ist im Übrigen völlig unbestritten. Wir Grüne waren es, die immer wieder zu verstärkten Anstrengungen aufgefordert haben und beispielsweise die viel zu lange verzögerte Einführung des nationalen Waffenregisters verlangt haben, um eine genaue Übersicht zu bekommen, wer wo was besitzt und lagert. Es waren zudem vor allem Bündnis 90/Die Grünen, die eine schärfere Gangart gegen das öffentliche Tragen von Messern eingefordert und sogar teilweise durchgesetzt haben. Sie sehen, wir sind auf diesem Auge keineswegs blind.
Die Anzahl von Jagd-, Sport- oder Sammlerwaffen, die jährlich durch Verlust oder Diebstahl den Weg in die Illegalität finden, dürfte sehr überschaubar sein und wird, inklusive aller abhanden gekommenen Dienst-/Behördenwaffen, weit unter tausend pro Jahr liegen. Im Bundesland Sachsen lag z. B. die Anzahl der gestohlenen Schusswaffen im Zeitraum von 2005 bis 2009 bei exakt 124 Stück.
Wie viele Jahre Waffen abhanden kommen müssen, um 20.000.000 illegal in Umlauf zu bringen, kann man sich ja selbst ausrechnen.
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Brutalo-Paschas schlimmster Albtraum
Von Benedikt Krainz | 13.Januar 2012
Sachen gibts:
Völlig Gutmensch- und Weltverbessererinkompatibel dürfte dieser Artikel auf berlinerumschau.com sein:
Der zunehmende islamisch-konservative Wandel in der Türkei läßt immer mehr Frauen offenbar an drastische Mittel zum eigenen Schutz denken: sie besorgen sich eine Waffe zur Selbstverteidigung. Nach Angaben des Vereins Şefkat Der meldeten sich bereits 3.000 Frauen bei örtlichen Schießständen an, geht aus einem Bericht der “Deutsch-Türkischen Nachrichten” hervor. Der Verein kümmert sich u.a. um Frauen, die Opfer von häuslichen Übergriffen geworden sein.
Der Verein unterstützt Frauen darin, sich notfalls mit der Waffe gegen häusliche Übergriffe zu verteidigen. “Wir informieren die interessierten Frauen über die gesetzlichen Regelungen. Für diejenigen, die sich keine Waffe leisten können, nehmen wir einen Kredit auf”, sagte der Chef der Organisation, Hayrettin Bulan, im Fernsehen. Ende des Monats will Şefkat Der in Istanbul und Konya sogar damit beginnen, selbst Unterricht im Gebrauch von Schußwaffen anzubieten.
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Kochrezept: Quatsch mit Soße à la RTL
Von Benedikt Krainz | 11.Januar 2012

Quatsch mit Soße ist ein sehr beliebtes Rezept in Deutschland und wird besonders gerne von Massenmedien serviert. Es gibt viele Varianten von Quatsch mit Soße, wir zaubern heute Quatsch mit Soße à la RTL.
Die Zubereitung ist denkbar einfach, so lange die nötige Oberflächlichkeit gewahrt wird.
Unabdingbar ist ein Heißluftherd. Je mehr heiße Luft für die Zubereitung aufgewandt werden kann, desto besser.
Zutatenliste:
Für den Quatsch:
- 10 Minuten „Winnenden-Opfer-Angehöriger“ (Unbedingt auf das Premium-Qualitätsprädikat “Winnenden” achten, Angehörige von Opfern vom alltäglichen, “normalen” Mord- und Totschlag eigenen sich nicht)
- 5 Minuten „Funktionär der DDR-Verherrlichungs-Mini-Gewerkschaft ‚Bund deutscher Kriminalbeamter‘ “
(Klingt wichtig) - 10 Minuten „Vermeintlicher Insider packt aus“
(Ganz wichtig: Verpixeln und mit nachgesprochenener Stimme wirkt das total konspirativ und sorgt für den “investigativen Touch”. Und keine Angst, dass der „Insider“ bei waffenrechtliche Befürwortungen Vereinsvorständen Entscheidungskompetenzen zubilligt, die seit zehn Jahren nur noch die Landesverbände haben, merkt sowieso keiner der Zuschauer.) - 3 Minuten Pschyofritze
(Verleiht dem Gericht eine pseudowissenschaftliche Note)
[Achtung: Peinlich darauf achten, dass seine 3.500 Euro Protzuhr und sein Porsche nicht zu sehen sind, wenn er Waffenbesitzern vorwirft, Waffen nur als Krücke fürs Ego zu brauchen!!!] - 3 Minuten Verweis auf dubiose Statistiken von „Sportmordwaffen.de“
(Wirkt als Geschmacksverstärker für die heiße Luft.) - 2 Minuten „Druckluftwaffenschütze, der Feuerwaffen ablehnt“
(Tipp für den ambitionierten Hobbykoch: Diese Zutat ist auch unter der Bezeichnung „friendly fire“ oder „nützliche Idioten“ zu finden)
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Relativ genial: Hamburger Humbug
Von Benedikt Krainz | 21.Dezember 2011
Frei nach dem Motto “Von Bremen lernen, heißt siegen lernen” haben nun auch die Hamburger Sozen im legal Waffen besitzenden Sportschützen oder Jäger ihr Feindbild entdeckt, welches es mittels “Waffensteuer” zu entwaffnen oder wenigstens zu schröpfen gilt.
Immerhin weiß der Herr Münster von der SPD, wie hoch der Anteil illegaler Waffen geschätzt wird:
Arno Münster sind das zu viele Waffen in der Hansestadt. Zwar liege Hamburg mit vier Schusswaffen je hundert Einwohner unter dem gesamten Bundesdurchschnitt. Allerdings mahnt der Abgeordnete, gerade beim Waffenbesitz könne man eine Großstadt kaum mit ländlichen Gebieten vergleichen.
„Die hohe Zahl der Schusswaffen in Hamburg finde ich besorgniserregend, vor allem, wenn man bedenkt dass nach Schätzungen von Experten hinter jeder legalen Schusswaffe zwei illegale Schusswaffen im Umlauf sind.“ sagt Arno Münster.
Klingt ja - zumindest “relativ” - logisch: Wenn auf eine legale zwei illegale Schusswaffen kommen, dann braucht man die Anzahl der legalen Waffen nur mal zwei nehmen, um die Anzahl der illegalen zu ermitteln.
Im Umkehrschluss, zumindest scheint man das bei der Hamburger SPD zu glauben, muss man dann nur die Anzahl der registrierten Waffen senken und automatisch sinkt auch die Menge der “schwarz” besessenen Waffen.
Schafft man in Hamburg die Totalentwaffnung der rechtstreuen Bürger, gibts auch keine illegalen Waffen mehr. Null mal zwei ergibt nun mal null.
Ach so, fast hätte ich es vergessen, da war doch noch was:
Einen echten Waffenschein, der auch das Mitführen einer Schusswaffe durch eine Privatperson erlaubt, haben nur 42 Hamburger. Sie gelten als extrem gefährdet und tragen die Waffe als Verteidigungsmittel. Wer die 42 sind, ist streng geheim.
Mein Tipp: Zwei Drittel davon gehen an Bonzen Personen, die Parteien nahe stehen oder angehören, die dem “gemeinen Bürger” schon den reinen Waffenbesitz am liebsten ganz verbieten wollen, geschweige denn den Besitz einer Schusswaffe aus Gründen der Selbstverteidigung.
Würde es öffentlich, wer von den Waffenverbietern selbst alles Schusswaffen besitzt und sogar führen darf, würde mancher ganz schön dumm aus der Wäsche gucken. Aber das war ja schon immer so, alle sind gleich, nur manche sind gleicher.
Und um nochmal auf “zwei mal null” zurück zu kommen:
Zwei Nullen müssen nicht automatisch “nichts” sein. Manche Nullen werden auch Fraktionsvorsitzende in Bremen oder SPD-Abgeordnete in Hamburg…
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